Gesundheit und wie man sie erhält - die Anthroposophische Medizin wird in Dresden durch die Gesundheitsinitiative Dresden vertreten.

Was ist anthroposophische Medizin?

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„Das Heilen besteht eben darin, dass man dasjenige,
was im Organismus als ursprüngliche Heilkraft
schon vorhanden ist, durch äußere Mittel unterstützt.“
Rudolf Steiner

Anthroposophische Medizin steht für eine menschengemäße Heilkunst, so wie die Waldorfschulen für eine kindgerechte Pädagogik und der biologisch-dynamische Landbau für eine naturgemäße Landwirtschaft eintreten.

Sie wurde von Rudolf Steiner (1861-1925) in Zusammenarbeit mit der Ärztin Ita Wegman (1876 - 1943) begründet. Anthroposophische Medizin ist keine alternative Heilmethode, denn sie baut auf der Schulmedizin auf, nutzt die diagnostischen und therapeutischen Errungenschaften der modernen Medizin und erweitert sie um wesentliche Aspekte.

Anthroposophische Medizin ist eine anerkannte besondere Therapierichtung im Sinne des Sozialgesetzbuches und des Arzneimittelgesetzes.

Ein Artikel von Dr. med. Reiner Penter

Wieviel „Medizinen“ gibt es? Schulmedizin, Naturmedizin, Chinesische Medizin etc. Oder gibt es letztlich doch nur eine Medizin? Eine Medizin, weil es immer um den Menschen geht - um jeden einzelnen, spezifisch-individuellen, erkrankten Menschen, der an und mit einer Krankheit leidet und eine ihm gemäße Behandlung und Heilung sucht?

Und ist es nicht so, dass jede der „Medizinen“ den kranken Menschen aus einer speziellen, Richtung betrachtet? Jeder dieser Blickwinkel ist vom jeweils eigenen Gesichtspunkt aus natürlich richtig, grenzt aber gleichzeitig durch die eigene Blickrichtung eine andere aus. Und so stehen sich schließlich die verschiedenen „Medizinen“ konkurrierend gegenüber…

Was zeichnet die Anthroposophische Medizin aus?

Die anthroposophische Geisteswissenschaft zeigt nun eine neuartige Methode auf, die verschiedenen Gesichtspunkte zu Gesundheit, Krankheit und Heilung in einer neuen integrativen Weise wieder zusammenzuschließen. Hierin liegt das wirklich Moderne einer anthroposophisch erweiterten Medizin: dass eine neue Form der medizinischen Integration und Pluralität entsteht.

Es werden Erkenntnis- und Verständnisbrücken geschaffen, durch die das zuerst scheinbar Entfernte und Gegensätzliche auf einer neuen Verständnisebene integriert wird. Gleichzeitig werden aber auch vollständig neue diagnostische und therapeutische Wege geschaffen.

Dabei geht die anthroposophisch erweiterte Medizin von der heutigen konventionellen Medizin aus. Die anthroposophischen Ärzte haben eine fundierte schulmedizinische Ausbildung bis hin in teilweise hohe Spezialisierungen hinein. Jedoch geht ihr Weg darüber hinaus zu einem geisteswissenschaftich fundierten Verständnis von Gesundheit, Krankheit und Heilung, das auch die außermenschliche Natur sowie die Geistbegabung und Seelenfähigkeit eines jeden Menschen in den individuellen Krankheits- und Gesundungsweg einbezieht.

Neben den heute üblichen diagnostischen Methoden und Medikamenten werden in der anthroposophisch erweiterten Arbeitsweise noch andere Wege beschritten. So werden z. B. besonders Substanzen aus dem Mineral-, Pflanzen- und Tiereich verwendet, die - in besonderer Weise verarbeitet - die organismuseigenen Kräfte zur Heilung aufrufen.

Gleichzeitig ist auch das Spektrum der Anwendung von Substanzen erweitert worden durch Bäder, Wickel, Einreibungen und Rhythmische Massagen.

Der Patient ist aktiv beteiligt

Bei allem Vorgehen wird der Patient als Subjekt aktiv in dieTherapie mit integriert. Und das bezieht sich nicht nur auf ein partnerschaftliches Verhältnis zu dem Arzt, sondern insbesondere Eigenaktivität des Menschen. Hierfür ist zum Beispiel die Heileurythmie - eine Bewegungstherapie - entwickelt worden, aber auch die künstlerischen Therapien wie Sprachtherapie, Musik, Maltherapie, therapeutisches Plastizieren sowie eine erweiterte Psychotherapie und die Biographiearbeit.

Allem diagnostischen und therapeutischen Handeln liegt die Anschauung zugrunde, dass jeder Mensch ein sich leiblich-seelisch-geistig entwickelndes Wesen ist. Die Krankheit bzw. das Kranksein und seine Überwindung werden dabei als Möglichkeiten zur individuellen Weiterentwicklung angesehen.

Was bedeutet Anthroposophie?

Der Begriff „Anthroposophie“ wurzelt im Griechischen und bedeutet so viel wie „Weisheit vom Menschen“. Diese Bezeichnung geht auf den Philosophen und Wissenschaftler Dr. Rudolf Steiner (1861-1925) zurück, der Anfang des 20. Jahrhunderts die Anthroposophie als Geisteswissenschaft begründete. In gemeinsamer Arbeit entwickelte die holländische Ärztin Dr. Ita Wegman (1876 - 1943) mit Rudolf Steiner ein Konzept für die diagnostische und therapeutische Versorgung von Kranken. Nach diesen Grundlagen sind die anthroposophisch orientierten Kliniken und die ca. 1000 anthroposophischen Arzt- und Therapeutenpraxen in Deutschland ausgerichtet.

Web-Adressen für weitere Informationen:

D.A.M.i.D, Dachverband Anthroposophische Medizin in Deutschlandwww.damid.de
Gesellschaft Anthroposophischer Arzte in Deutschland e.V.www.gaed.de
Gesellschaft Anthroposophischer Arzte in Deutschland e.V. - Reginalgruppe Ostwww.anthroposophischeaerzteost.de
Medizinische Sektion am Goetheanum (Dornach/Schweiz)www.medsektion-goetheanum.org
Der Merkurstab- Beiträge zu einer Erweiterung der Heilkunst, zweimonatlich erscheinende Fachzeitschrift.www.merkurstab.de

 

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